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BeOS
( Be Operating System)
Daten
und Fakten
Das
Betriebsystem
Aufbau
des Betriebssystems
Daten
und Fakten:
Systemanforderungen:
Pentium
System mit 32 MB RAM, ca. 150 MB freier Festplattenspeicher (512 MB
auf einer Windows / Linux Partition) keine exotische / No-Name
Hardware ist optimal Liste mit unterstützter Hardware:
Herausgabedatum
und Version:
1/1996:
BeOS
Developer Release 6
4/1996:
BeOS
Developer Release 7
9/1996:
BeOS
Developer Release 8
5/1997:
BeOS
Advanced Access Preview Release
7/1997:
BeOS PR
(preview release)
10/1997:
BeOS PR2
(preview release)
4/1998:
BeOS
Release 3 for PowerPC
5/1998:
BeOS
Release 3 for Intel x86
6/1998:
BeOS
Release 3.1
7/1998:
BeOS
Release 3.2
12/1998:
BeOS
Release 4.0
6/1999:
BeOS
Release 4.5 2/ 2000: BeOS
R5 (letzte Version, Personal Edition wird kostenlos zum download
angeboten)
Das
Betriebssystem
Die
Idee kam zu der Zeit, als noch AmigaOS von vielen Firmen eingesetzt
wurde, aber nie die richtige Vermarktung erhielt. So wollte
Jean-Louis Gassée die Idee zu einem neuen Betriebssystem
ausarbeiten. Das Betriebssystem sollte komplett neu geschrieben
werden und «rein» von Altlasten sein. Außerdem
wurde schon damals die Idee von Multiprozessor-Mainboards
aufgegriffen. BeOS profitiert stark von mehreren Prozessoren. Steckt
man z.B. zu einem 500 MHz Prozessor einen zweiten 500 MHz Prozessor
aufs Mainboard (soweit dieses das zulässt), so verdoppelt sich
die Leistung unter BeOS. Das würde eine theoretische Leistung
von einem 1 GHz Prozessor bringen, aber weitaus günstiger sein.
BeOS
wurde zum ersten Mal im Sommer 1996 auf dem MacWorld Expo in Boston
vorgestellt und konnte dort eine kleine, aber hartnäckige
Fangemeinde begeistern. Auch gab es die ersten Firmen, die BeOS
lizenzierten und für ihre Zwecke verwendeten. Die ersten
Versionen von BeOS liefen ausschließlich auf PowerPCs von
Apple.
Im
Mai 1998 kam der Release 3 auf den Markt, der nun auch eine Version
für die Intelarchitektur beinhaltete. Seit der 4. Version
werden auch SCSI-Systeme unterstützt. Außerdem hat Be,
Inc. mit diesem Release einen großen Schritt auf die
Verbraucher zugemacht.
Mit
dem Release 5 Anfang 2000 geht BeOS neue Wege. Das Betriebssystem ist
auch als eine kostenlose Edition für private Zwecke verfügbar,
die nur 40 MB groß ist, aber das komplette Betriebssystem mit
vielen Programmen beinhaltet. Die Personal Edition wurde in kurzer
Zeit mehr als eine Million mal nur von den Servern von be.com
heruntergeladen, namhafte Computerzeitschriften boten die Personal
Edition aber auch auf ihren CDs an.
Der
Unterschied zur Professional Edition besteht hauptsächlich in
der Installation. Während die Vollversion auf eine eigene
Partition installiert wird, kann die Lite-Version nur als Image-Datei
auf eine Windows- oder auch Linux-Partition aufgespielt werden. Der
Anwender muss bei der Lite-Version auch auf einige Programme wie das
Entwicklerstudio oder den RealPlayer, die 128-Bit-Verschlüsslung
beim Browser und die Multiprozessorfähigkeit verzichten.
Ansonsten sind beide identisch. Man kann die Personal Edition
sogar mit einem kleinen Eingriff ohne Probleme auf eine eigene
Partition installieren.
Zu
den Nachteilen von BeOS gehören
ISDN-Unterstützung
noch im Beta-Stadium
nur
vereinzelt «größere» Anwendungen verfügbar
nur
beschränkt Treiber vorhanden
nur
wenige unterstützte Drucker, hauptsächlich Laser-Drucker
Aufbau
des Betriebssystems
BeOS
in Schichten
BeOS-Anwendungen
greifen als Clients auf Server zu. Die Server, der Kernel und die
Hardware sind ganz klar von den Anwendungen abgeschirmt und werden so
in ihrer Ausführung nicht beeinträchtigt falls ein Programm
abstürzt.

interner
Aufbau des Betriebssystem vereinfacht dargestellt.
Mehrere
Prozessoren gleichzeitig nutzen
Diese
Fähigkeit erlaubt BeOS auf Systemen mit mehreren Prozessoren
(Symmetric Multiprozessing) zu laufen und diese voll auszunutzen.
Durch die Symmetric-Multiprozessing Fähigkeit wird fast eine
Verdopplung der Geschwindigkeit bei einem Dual-Prozessorsystem
erreicht. Entsprechende Steigerungen erfolgen auch bei Systemen mit
vier bzw. acht Prozessoren.
Wenn
du also einen schnelleren Rechner haben willst, brauchst du nicht
ständig ein neues System zu kaufen. Du kannst also auch einen
weiteren Prozessor einbauen, um die Leistung zu verdoppeln, soweit
das Motherboard es zulässt.
Diese
Möglichkeit, die Arbeit auf mehrere Prozessoren gleichmäßig
zu verteilen, wird auch etwas eingeschränkter von Windows 2000
unterstützt. Je nach Version werden 2 bis 16 Prozessoren
ausgenutzt, was besonders bei Servern gefordert ist.
Das
funktioniert sehr gut wegen des Multithreading. So werden Programme
in «Unteranwendungen» aufgeteilt. Diese können dann
besser auf zwei Prozessoren verteilt werden als ganze Programme.
Multitasking
auf der Programmebene
Damit
BeOS ein Programm auf mehrere Prozessoren gleichmäßig
verteilen kann, wird jedes Programm in mehrere Prozesse aufgeteilt.
Dadurch nutzt praktisch jedes Programm unter BeOS mehrere Prozessoren
sofort aus. Damit auch mit zwei Prozessoren nahezu die doppelte
Leistung erbracht wird, besitzt BeOS ein vorzügliches
Multithreading. Zwischen den einzelnen Prozessen kann sehr schnell
hin und her gewechselt werden, wodurch BeOS die beeindruckende
Leistungsfähigkeit erreicht. Diese Eigenschaft sollte auch
gleich von der BeBox ausgenutzt werden. Deswegen hatte die BeBox
gleich zwei 66-MHz-Prozessoren.
Selbst
der WinAmp Klon läuft unter BeOS in 11 einzelnen Teilen.

Aufteilung
eines WinAmp Klons in Threads
Geschützter
Arbeitsspeicher für mehr Sicherheit
Durch
den Speicherschutz (Protected Memory) kann ein abgestürztes
Programm nicht andere Programme oder das Betriebssystem mitreißen.
Stattdessen wird das fehlerhafte Programm aus dem Speicher entfernt
und man kann ohne Probleme weiterarbeiten. Dieser Schutz geht so
weit, dass Programme in absolut getrennten, zugewiesenen
Speicherräumen laufen. Programme «wissen» nicht
einmal, dass nebenbei noch andere Programme laufen. Bei Windows
95/98/ME dagegen laufen alle Programme zusammen in einem
Speicherbereich, der nicht geschützt ist und Zugriffe auf den
System-Speicherbereich zulässt. Dadurch stürzt Windows
95/98/ME häufiger ab als Windows NT/2000, das ähnlich
aufgebaut ist wie das BeOS.
64-Bit
Dateisystem bietet viele Möglichkeiten
BeOS
ist für Multimediaanwendungen optimiert, die mit großen
Dateimengen arbeiten. BeOS arbeitet dabei mit einem «Multi-Journaling
64-Bit Dateisystem». Die 64-Bit Adressierung ermöglicht
das Speichern von riesigen Datenmengen bis zu mehreren PetaByte (1 PB
= 1.048.576 GB). In der Praxis sieht es so aus, dass du ohne Probleme
ein unkomprimiertes MPEG-Video im Umfang von mehreren Jahren
abspeichern könntest.
Das
benötigst du sicherlich nicht, aber eine 64-Bit-Adressierung
bringt gewisse Vorteile im täglichen Leben. Im Gegensatz zu FAT
16 verschwendet das BFS (Be File System) keinen Speicherplatz bei
kleinen Dateien, denn die Clustergröße ist durch die
64-Bit Adressierung kaum eingeschränkt. Genauer gesagt fängt
die Clustergröße, auch für größere
Festplatten, erst bei 1 KB an. Dadurch wird bei der Speicherung von
kleinen Dateien praktisch kaum Festplattenspeicher verschwendet.
Außerdem hat diese Dateistruktur gewisse
Fehlertoleranzmechanismen, so dass selbst nach Komplettabstürzen,
die fast nie vorkommen, die Daten auf der Festplatte nicht zerstört
oder korrupt sind.
Das
Dateisystem BFS ist wie eine Datenbank aufgebaut und benutzt
erweiterte Dateiattribute und Indizes. Damit ist der Tracker (BeOS
Explorer) in der Lage, neben Dateien und Verzeichnissen auch nach
Textpassagen oder Emails suchen.
Andere
Dateisysteme unter BeOS
BeOS
kann ohne Probleme auch andere Dateisysteme lesen oder schreiben.
Unter BeOS kann man FAT 16, FAT 32, HFS (Mac-Dateisystem) und ISO9660
/ Joliet (CD-ROM Dateisystem) lesen und schreiben. FAT 32X (Windows
98/ME), NTFS (Windows NT/2000 Dateisystem) und ext2 (Linux
Dateisystem) können zwar problemlos gelesen, aber noch nicht
geschrieben werden.
Theoretisch
kann BeOS jedes hierarchisch organisierte Dateisystem mounten
(einhängen), z.B. das HFS ( Hierarchical File System).
Dateisysteme ohne Hierarchien können zwar auch gemountet werden,
müssen aber eine simulierte Hierarchie bekommen.
Multimedia-
und Echtzeitmöglichkeiten
Die
Multimedia-Eigenschaften werden durch die Echtzeitfähigkeit von
BeOS unterstützt. Ein sehr genaues Timing für Audio- und
Video-Anwendungen wird dadurch ermöglicht. Die Latenzzeit
(Ansprechzeit der Hardware) für Audio-Anwendungen liegt bei ca.
2 ms. Ein spezielles API ermöglicht eine sehr schnelle
Entwicklung von Programmen. Jedes Programm, das auf diese Fähigkeiten
zugreift, kann mit anderen Programmen zusammenarbeiten und sich durch
diese ergänzen.
Eigenschaften
anderer Betriebssysteme
Andere
Betriebssysteme wurden auf ihre Eigenschaften und Funktionen
untersucht. Diese Erkenntnisse sind bei der Entwicklung von BeOS mit
eingeflossen und weiterentwickelt worden. Ein Grund für diese
Vorgehensweise ist auch, dass bei Be, Inc. ehemalige Entwickler der
Betriebssysteme MacOS, NeXTStep, AmigaOS, Windows und Linux
mitgearbeitet haben.
Diese
Seite wurde mit Hilfe von Informationen von www.wsfprojekt.de
erstellt.
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